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Agritechnica: Telematikeinheit TC3G als Datenmanagement-Hub im Zuckerrübenroder Tiger 6

Agritechnica: Telematikeinheit TC3G als Datenmanagement-Hub im Zuckerrübenroder Tiger 6

Die Digitalisierung der Zuckerrübe

Sensor-Technik Wiedemann Telematikeinheit TC3G als Datenmanagement-Hub Ropa Zuckerrübenroder Tiger 6

TC3G – Datenmanagement-Hub im Tiger
Bild: Ropa

Die Quote für Zuckerrüben in der EU fällt. Mit ihr legte die EU eine Produktionsmenge fest, die den einzelnen Unternehmen und von diesen wiederum Landwirten zugeteilt wurde. Für die Quote war ein fester Preis garantiert. Bei Überproduktion konnte bis zu einer Obergrenze exportiert werden. Der Quotenfall bedeutet nicht eine komplette Öffnung des europäischen Marktes, denn gewisse Importzölle bleiben bestehen, doch sprechen viele von einer neuen Ära. Die meisten sehen sich gut gewappnet für den neuen, internationalen Wettbewerb. Dazu trägt die Firma ROPA mit ihren Zuckerrübenrodern bei, die sowohl optimale Ernteleistungen liefern, als auch durch Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Nutzer steigern.

Sensor-Technik Wiedemann Telematikeinheit TC3G als Datenmanagement-Hub Ropa Zuckerrübenroder Tiger 6

In der Kabine des Tiger 6 lässt sich die Komplexität der Zuckerrübenernte
erahnen
Bild: Ropa

Digitalisierung ist heute in aller Munde. Ob Politiker vom Internet der Dinge sprechen, Manager in DAX-Konzernen von der Industrie 4.0 oder der Normalbürger von seinem Smartphone – jeder weiß, worum es geht. Oder doch nicht? Digitalisierung ist die Grundlage für alle diese Dienste. Ohne dass Messgrößen von Maschine, Prozess oder auch Mensch in digitaler Form vorliegen, kann kein Computer oder keine Steuerung damit Berechnungen vornehmen. Ohne Kommunikation – drahtgebunden oder drahtlos – können keine Daten gesammelt und weitergeleitet werden. Und ohne entsprechende skalierbare Serverarchitekturen ist es unmöglich, den immer größeren ­Datenmengen Herr zu werden. Essentiell ist dazu noch die richtige Software, die diese Datenmengen beherrschbar macht, für den Menschen verständlich zur Verfügung stellt oder für den Prozess korrekt aufbereitet. Selbst wenn schließlich alle Voraussetzungen erfüllt sind, bleibt eine letzte Hürde: verschiedenste Systeme von mehreren Herstellern und mit unterschiedlichen Schwerpunkten sollen nahtlos zusammenarbeiten.

Die Maschine und ihre Daten

Sensor-Technik Wiedemann Telematikeinheit TC3G als Datenmanagement-Hub Ropa Zuckerrübenroder Tiger 6

Auf dem ROPA Terminal hat der Fahrer jederzeit Auftrag, Prozess und Maschinendaten im Blick
Bild: Ropa

Das Unternehmen ROPA stellt sich bereits seit vielen Jahren diesen Herausforderungen und hat schon früh durch Automatisierung seiner Maschinen die Grundlage für digitale Dienste geschaffen. Maschinendaten werden von Sensoren aufgenommen, in elektrische Signale umgewandelt, von Steuerungen verarbeitet und am ROPA Terminal angezeigt. Umgekehrt kommen über das Terminal und Joysticks Kommandos an die Steuerungen, die zusammen mit aktuellen Sensordaten verknüpft zu entsprechenden Befehlen für Aktoren an der Maschine werden. Daneben fungiert eine kleine Telematikeinheit von Sensor-Technik Wiedemann (STW), die TC3G, als Datenlogger, als programmierbare Datenvorverarbeitungseinheit und als Gateway zum R(OPA)-Connect Server. Die freie Programmierbarkeit der TC3G konnte hier genutzt werden, um ein sicheres, datensparendes Protokoll zur Kommunikation mit dem R-Connect-Server zu implementieren. Zur Datenübermittlung kann Mobilfunk ebenso genutzt werden wie eine WiFi Verbindung zu einem Router, der die Daten dann über eine IP-Verbindung an den R-Connect Server weitervermittelt. Die TC3G wurde so zum Datenmanagement-Hub der Maschine.
Eine Aufgabe des R-Connect Servers ist es nun, alle wesentlichen Maschinenzustände während der Rodung nahezu in Echtzeit darzustellen und nachvollziehbar zu dokumentieren. Wichtige Informationen zu potenziell lauernden Fehlern können hier analysiert und für eine vorbeugende Wartung („Predictive Maintenance“) genutzt werden. Einzigartig ist auch die umfassende Darstellung von Drücken, Drehzahlen, Sensor- und ­Potentiometerwerten als Basis für die Beurteilung der aktuell gefahrenen Maschineneinstellung in Verbindung mit dem aktuell dargestellten Kraftstoffverbrauch. Profis können so neue Fahrer bei der Maschineneinstellung aus der Ferne unterstützen. In ­einer Playback-Funktion lässt sich über ­einen Zeitstrahl die Rodung mit sämtlichen Köpf- und Rodeeinstellungen detailliert zurückverfolgen. Die Datenbasis kann als Grundlage für zukünftige Aussaat und Rodeplanung oder für Schulungen von Fahrpersonal dienen.

 

Mehr über den zukünftigen Zusatznutzen der Digitalisierung erfahren Sie im ausführlichen Bericht in der Mobile Maschinen #06/2017.

 

Besuchen Sie die beiden Unternehmen auf der Agritechnica

Sensor-Technik Wiedemanns in Halle 15/ F49 und erfahren Sie mehr über Telemetriespezialisten

ROPA Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH in Halle 25/ G1427 und erfahren Sie mehr über den Zuckerrübenroder Tiger 6

 

Quelle: Sensor-Technik Wiedemann

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Veröffentlicht von

Svenja Stenner

Tausende Komponenten, eine mobile Arbeitsmaschine: Über das optimale Zusammenspiel zu berichten, ist für mich immer wieder faszinierend.

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