Der Tigon als Namensgeber einer neuer Antriebstechnologie – Was steckt dahinter?

Bonfiglioli Tigon Huddig Elektro-Planetenantrieb

Der Elektro-Planetenantrieb der Serie 610X wurde speziell für Heavy-Duty-Maschinen entwickelt
Bild: Bonfiglioli

Der Tigon, in der Tierwelt bekannt als Mischling von Löwin mit Tiger, ist zudem der Namensgeber der neusten Antriebstechnologie des schwedischen Gelenk-Baggerlader-Herstellers Huddig. Selten passt eine Bezeichnung so gut zu einem System.Tiefschwarz, mit wenigen Streifen und Flächen in Rot imponiert bereits das Design des Gelenk-Baggerladers mit der ­Tigon-Technologie. Der Hersteller Huddig versteht es, auf die besondere Technologie neugierig zu machen, welche sich unter dem Blechkleid der Maschine versteckt. Ihr Name ist ganz klar Programm: Die optimierte Verbindung von Verbrennungs- und Elektromotor, wobei beide in der Hybridfunktion ihre Vorteile einbringen. Ergebnis ist die gelungene Kombination aus beiden Welten, eine „all-in-Lösung“ mit optimalen Betriebszuständen in jeder Situation: Hybridantrieb, rein batteriebetrieben oder aus der Steckdose versorgt. Die Tigon-Technologie verkörpert so die nächste Stufe der Entwicklung hin zu mehr Energieeffizienz und Umweltschutz.
Huddig selbst sieht sich als Marktführer für Gelenk-Baggerlader in Schweden. Ende der 50er Jahre gegründet, hat das Unternehmen mittlerweile schon über 10 000 ­Maschinen ausgeliefert. Seit einigen Jahren wird der Export forciert, in Deutschland wird seit 2014 der Markt aktiv bearbeitet. Dabei zeichnen sich die Produkte durch ­eine Kombination aus Pendelknickgelenk sowie speziell entwickelten Ketten und ­Rädern für die Fortbewegung in nahezu ­jedem Gelände aus. Mit der Tigon-Technologie entwickelt der Hersteller seinen ­Anspruch entsprechend das Produktan­gebot weiter, Lösungen für effizientes und produktives Arbeiten in den Segmenten ­City, Cable und Rail anzubieten.

„Die Tigon-Technologie verkörpert mehr Energieeffizienz und Umweltschutz“

Ausgeklüngelte Hybridtechnik

Kern der Technologie ist eine Hybridtechnik aus Diesel- und Elektromotor, die eine optimale Energieerzeugung und Rück­gewinnung für Baumaschinen ermöglicht. Der vorgestellte Prototyp erreicht eine ­reduzierte Kraftstoffeinsparung gegenüber herkömmlichen Baggerladern. Die Kombination aus einem Cummins-Dieselaggregat mit einer Leistung von 104 kW sowie ­
einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 25 kWh Energieinhalt. Die maximal zur Verfügung stehende Leistung beträgt 135 kW bei einer Spannung von 92 V. So sind ­mehrere Betriebsarten möglich: Maximale Leistung im parallelen oder seriellen Hybrid­betrieb, leiser und umweltfreundlicher im Batterie oder „Plug-in-Betrieb“. Huddig nennt diesen Vorteil „all-in“. Die Summe der Möglichkeiten ergebe mehr als die einzelnen Möglichkeiten allein.

Quelle: Bonfiglioli

Alles Wissenswerte zu der ausgeklüngelten Hybridtechnik lesen Sie in der Mobile Maschinen #03/2017.

Svenja Stenner

Gepostet von: Svenja Stenner

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