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Kollisionsvermeidungs- und -dokumentationssystem für Flugvorfeld-Fahrzeuge

Kollisionsvermeidungs- und  -dokumentationssystem für  Flugvorfeld-Fahrzeuge

Ab kommenden Sommer gelten auf Flughäfen neue Regeln. Dann müssen bei Flugvorfeld-Fahrzeugen Maßnahmen zur Verhinderung und Dokumentation von schadhaften Kontakten mit der Hülle eines Flugzeuges ergriffen werden. STW bietet hierfür entsprechende Hard- und Software.

Auf dem Flugvorfeld sind heute eine ­ganze Menge verschiedener Fahrzeuge – sogenanntes Ground Support Equipment (GSE) – mit unterschiedlichsten Aufgaben unterwegs. Viele von ihnen müssen sich ­dabei so nah wie möglich an das Flugzeug annähern, um ihre spezifische Aufgabe wie beispielsweise das Fördern von Gepäck ­effektiv lösen zu können. Bei diesen Annäherungen kommt es aufgrund zu hoher ­Annäherungsgeschwindigkeiten oder ­Unachtsamkeit der Fahrzeug-Operator ­immer wieder zu physikalischen Kontakten der Fahrzeuge oder ihrer Aufbauten mit dem Flugzeug, welche wiederum bei zu großer Krafteinwirkung enorme Schäden am Flugzeug anrichten können.
Nicht immer sind diese Schäden direkt sichtbar oder bewertbar, was zu einer ­immensen Gefährdung von Menschen, Flugzeug und Fracht führt. Die International Air Transport Association (IATA) schreibt in ihrem Airport Handling Manual (AHM) ab dem 01.07.2018 für neu hergestelltes GSE und ab dem 01.01.2020 für bereits im Einsatz befindliches GSE auf dem Flugvorfeld Maßnahmen für die Verhinderung und Dokumentation von schadhaften Kontakten mit der Hülle eines Flugzeuges vor. Darin ist vorgeschrieben, wie sich GSE an ein Flugzeug anzunähern haben und dass eine ­Dokumentation des jeweiligen Kontaktes und eine Verständigung von Service-­Per­sonal zur Begutachtung der Kontaktstelle erfolgen müssen. Um den Bediener der Fahrzeuge in die Lage zu versetzen, AHM-konform reagieren zu können, sind neue Systeme nötig. Dabei steht neben der Vermeidung von Kontakten mit der Flugzeughülle die Dokumentation eines solchen Kontaktes im Fokus der geforderten Systeme.

Kollisionsvermeidung und Monitoring

Die wesentliche Herausforderung bei der Entwicklung einer entsprechenden Lösung stellt die Berücksichtigung mehrerer geforderter Komponenten dar: entfernungsabhängige Aktionen und Reaktionen des Bedieners und automatische Reaktionen des Fahrzeugs. Ein Verständnis dieser Thematik ist äußerst wichtig für die Implementierung der entsprechenden Funktionalitäten auf dem GSE. Je nach Abstand des Fahrzeugs gegenüber dem Flugzeug muss eine Geschwindigkeitsänderung bis hin zum Stopp realisiert werden. Dies macht die Nutzung von zusätzlichen Sensoren notwendig. Ebenfalls zu den geforderten Funktionalitäten gehört eine Einrichtung, welche den Kontakt mit der Flugzeughülle feststellt, ­eine Dokumentation dieses Vorganges durchführt und gegebenenfalls eine Begutachtung der entsprechenden Stelle durch einen Servicetechniker auslöst.
Um den Anforderungen der AHM zu genügen, besteht das Herzstück des CMX aus ­einer elektronischen Steuerung und einer Telekommunikationslösung sowie einer Reihe von Sensoren, die je nach Bedarf um Display, Drucker, visuelle und auditive ­Elemente ergänzt werden können. Mit ­dieser offenen Lösungsarchitektur kann spezifisch auf die Bedürfnisse der einzelnen Hersteller und FBOs (Dienstleister in Sachen Flughafenhandling) eingegangen werden.

Auf Wunsch auch mit Cloudanbindung, wie Sie in der Mobile Maschinen #05/2017 nachlesen können.

 

Quelle: Sensor-Technik Wiedemann STW

Veröffentlicht von

Svenja Stenner

Tausende Komponenten, eine mobile Arbeitsmaschine: Über das optimale Zusammenspiel zu berichten, ist für mich immer wieder faszinierend.

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