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Panoramic- und Roto-Konzepte für die Baustelle

Panoramic- und Roto-Konzepte für die Baustelle

Wer durch Deutschland reist, sieht auf vielen Baustellen Merlos Panoramic und Roto Teleskopstapler. Die ersten Modelle entstanden vor rund drei Jahrzehnten. Auf der bauma stellen sie sich im prämierten neuen italienischen Konzept vor. Bewährtes erweiterte der jetzt komplett in Modulbauweise produzierende Teleskop-Anbieter um neue Funktionen und Ausstattungsmerkmale. Sie erhalten mehr Hubkraft und Hubhöhe. Der größte Merlo Roto bringt Mann & Material nun rund 35 m nach oben.

Merlo Deutschland, der Bremer Importeur und Spezialist für Teleskoplader, zeigt auf seiner 10. bauma in München die neu gestalteten Merlo-Serien Panoramic und Roto. Sie sind die Ursprungsreihen, mit denen in den 80er und 90er Jahren Merlo-Teleskoptechnik ihren Erfolgsweg im Bauwesen begann.

Der norditalienische Hersteller Merlo S.p.A. produziert sie nun wie seine prämierten und absatzstarken Agrar-Serien in Modulbauweise. Sie erhalten dabei die modulare Komfortkabine, Technologien zur Fahrerassistenz und Kraftstoffeinsparung sowie noch intelligentere Sicherheitssysteme. Im direkten Vergleich mit den bekannten Vorgängern weisen sie aufgrund eines erhöhten Eigengewichts verbesserte Leistungsdaten auf. Die Serien mit Abstützungen bieten im neuen Gewand 3,5-7 t Hubkraft, 11-35 m Hubhöhe, die gewohnten starren oder drehbaren Modelle und viele bewährte Funktionen, wie den Seitenverschub und Niveauausgleich.

Im Bauwesen beliebte Kompakt- und Turbofarmer-Typen begleiten die neuen Panoramics und Rotoren. Außerdem präsentiert der Anbieter eigens für Kommunal- und Galabau-Einsätze seinen frischen 3,4-Tonnen-Multifarmer mit Drei-Punkt-Aufhängung und Zapfwelle, die Cingo-Raupenfahrzeuge und den Geräteträger Treemme MM 135.

Henrich Clewing, Geschäftsführer von Merlo Deutschland, sagt: „Die bauma ist die perfekte Bühne, um dem Markt die fabrikneuen Merlos und unsere auf Dienstleistung ausgerichtete Unternehmensaufstellung näher zu bringen. Der modularen Fertigungsphilosophie folgend zeigen sich die bewährten, über Jahrzehnte weiterentwickelten Teleskopen jetzt durchgängig im neuen Gewand. Wesentliche, bewährte Charakteristika wurden beibehalten und in ein modernes Outfit eingebettet. Wir freuen uns auf die Messeteilnahme und das Feedback in München.“

Die neuen Panoramic-Modelle

Merlo Teleskoplader bauma Panoramic Roto

Panoramic Modell mit Abstützungen

1987 stellte Merlo seine ersten Panoramic-XS vor. Die hydrostatisch angetriebene Teleskop-Serie hatte einen seitlich gelagerten Motor, die sprichwörtliche Panorama-Sicht, den Seitenverschub des Chassis und den Niveauausgleich. Sie setzte mit ihrem Konzept Maßstäbe im Markt der Teleskopmaschinen. Merlo S.p.A. entwickelte die Panoramic-Serie kontinuierlich weiter. Reist man durch Deutschland sind sie heute auf vielen Baustellen präsent.

Komplett neu entworfen und modular produziert beherbergt die Reihe nun Maschinen von 3,5–5 t Hubkraft und 11–18 m Hubhöhe. Zwei vordere Abstützungen sorgen für Standsicherheit. Alle Modelle sind für Einsätze mi Hubarbeitsbühnen vorgesehen. Augenscheinlichstes Merkmal der Neuen ist die geräumige, ergonomische und um 10% Glasfläche erweiterte Kabine, die in zwei Ausstattungsvarianten verfügbar ist. Sie ist nach ROPS/FOPS Level II zertifiziert. Zudem lagert sie auf Silentblöcken, die die Vibrationsübertragung auf den Fahrer reduzieren. Eine dynamische Lastkontrolle MCDC zeigt dem Bediener in der Vollversion bei den Plus-Modellen auf einem Display wesentliche Lade- und Maschinenparameter an. Die Light-Variante arbeitet mit einer Ampel am vorderen Kabinenholm. Die Funktionen Seitenverschub und Niveauausgleich, zwei Markenzeichen der Panoramics, sind weiterhin serienmäßig eingebaut.

Die modernen 4-Zylinder-Motoren bieten abhängig vom Modell 75 oder 102 PS. Der aus den Agrar- und Schwerlast-Serien bekannte Eco-Power-Drive (EPD) ist nun auch Teil der Plus-Panoramics. Damit kann die Motorendrehzahl unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit reguliert werden. Das EPD-System ermöglicht Kraftstoff einzusparen und reduziert die Geräuschentwicklung im Einsatz.

Die ersten neuen Panoramics sind seit kurzem in Deutschland verfügbar. Der P 35.11 TT ist bei den Kunden bereits sehr beliebt. Er hat 3,5 t Hubkraft und ermöglicht Schüttguteinlagerungen bis in 11 m Hubhöhe, ohne dabei auf Abstützungen stehen zu müssen. Im abgestützten Modus hebt er 2,5 t bis auf die maximale Ausfahrlänge des Teleskoparms nach oben. Trotz der hohen Leistungsdaten bleibt er kompakt und wendig. Er ist 2.465 mm hoch, 2.290 mm breit und 5.055 mm lang.

Übersicht der neuen Panoramics

Merlo Teleskoplader bauma Panoramic Roto

Der kräftigste Merlo ist derzeit der P 120.10 HM. Der als Schwerlaststapler geführte Panoramic wird in München zu sehen sein. Er hebt 12 t und erreicht 10 m Hubhöhe. Auch in ihm sitzt der Fahrer nun in der neuen Kabine.

Mit welcher Grundidee die neue Fertigungsphilosophie begann und wie die in der Landwirtschaft stark nachgefragten modularen Teleskoplader aussehen, zeigt Merlo vor Ort mit einem Vertreter der Turbofarmer-Serie. Die Baureihe ermöglicht Hubarbeiten mit Lasten von 3-5 t und hat Ausleger von 7-11 m Teleskopierhöhe nach oben. Aufgrund der vielen variablen Ausstattungen finden auch Baubetriebe in der Serie speziell auf sie zugeschnittene Maschinen.

Roto – die neuen drehbaren Teleskopstapler

Merlo Teleskoplader bauma Panoramic Roto

Die neue Roto-Serie verfügt über <20 m Hubhöhe und ist 415° drehbar

Merlos erste Teleskopmaschine mit drehbarem Oberwagen entstand 1991. Seit 1999 bietet der Hersteller die Endlosdrehung im Teleskoplader. Wie bei den Panoramics werden Merlos Rotoren im Laufe dieses Jahres alle modular produziert. Dabei entstehen neue Modelle, welche die Möglichkeiten der Vorgänger aufnehmen und um im Einsatz nützliche Faktoren erweitern. Die neue Serie umfasst zwei Baureihen: <20m und >20m Hubhöhe.

Alle neuen Rotoren bekommen die modulare Premium-Komfortkabine. Die meisten Modelle der großen Gruppe sind mit einer um 20° nach hinten kippbaren Variante verfügbar. Auf der bauma können Besucher in Merlos Kabinen-Simulator das neue Kabinen-Design und die Möglichkeiten bei Arbeitseinsätzen persönlich testen.

Alle Rotoren erhalten zudem neue Joysticks. Statt Totmannschalter werden die Funktionen nun über eine Berührungs-Sensorik freigeschaltet. Standard wird der kapazitive 5×1-Joystick. Er greift die Ergonomie einer PC-Maus auf und befindet sich in der Armlehne. Abhängig vom Modell ist seine Arbeitsweise vollelektronisch oder elektro-proportional und mechanisch. Optional gibt es einen neuen vertikalen, kapazitiven Joystick.

Wie gewohnt liefert Merlo Deutschland seine Rotoren serienmäßig mit der Funk- und Arbeitsbühnenvorbereitung aus. Neu ist ein Stauraum hinter dem Fahrersitz für die mögliche Funkfernsteuerung. Praktisch im Einsatz gestattet der Hersteller nun das Verfahren der Maschinen auf der Baustelle auch bei nicht komplett eingezogenen Abstützungen.

Merlos neue Rotoren erhalten außerdem das ASCS, d.h. das Adaptive-Stability-Control-System. Mit ihm werden die Geschwindigkeit der Bewegungen, der Arbeitsbereich des Teleskoparms und andere Informationen per Display angezeigt. Eine Vielzahl an Berechnungen laufen in Echtzeit im Hintergrund. Die Funktion nutzt dem Bediener in dem Moment, da er die Last aufnimmt und der Bildschirm ihm exakt anzeigt, welche Bewegungen er in seiner aktuellen Situation mit der Maschine ausführen kann.

Die vier Modelle mit einer maximalen Hubhöhe unter 20 m heben 4 t und erreichen 16 bzw. 18 m. Sie haben einen 415° drehbaren Oberwagen. Die Basisvarianten arbeiten mit einem 4-Zylinder-Motor und 75 PS, die S-Modelle bieten 115 PS. Zusätzlich besitzen die S-Rotoren einen im Fahrwerk verbauten hydropneumatischen Niveauausgleich, der Bodenunebenheiten auszutarieren hilft. Die vier Abstützungen können unabhängig voneinander bedient, d.h. abgesenkt und angehoben werden.

Die zweite Roto-Reihe über 20 m steht für zehn Maschinen von 5-7 t Hubkraft und 21-35 m Hubhöhe. Sie charakterisieren vier autokranähnliche Abstützungen, die einzeln horizontal und vertikal teleskopiert werden können. Ihre PS-Leistung beträgt 75 oder 170 PS. Es gibt Modelle mit 600° und endlos drehbarem Oberwagen (Plus). Das Kürzel „S“ im Namen steht für den eingebauten hydropneumatischen Niveauausgleich.

Übersicht der neuen Rotos

 Merlo Teleskoplader bauma Panoramic Roto

Merlos Kompakte für die Baustelle

Der 27.6 und 30.10 werden in München Merlos Kompakt-Reihe um die 2 m Bauhöhe vertreten. Beide können mit Hubarbeitsbühnen ausgestattet werden. Das 2,7t/6m-Gerät ist Merlos kleinster Teleskoplader. Er ist 1,95 Meter hoch und 1,84 m breit. Der 3t/10m-Merlo besitzt zwei vordere Abstützungen. Seine maximale Traglast von 3 t hebt er abgestützt bis auf 10 m in die Höhe. Für seine Einsätze nimmt er wenig Raum in Anspruch. Er misst 2,10 m in der Breite, 2,12 m in der Höhe (2,02 m bei der L-Version mit einer niedrig aufgehängten Kabine). Auch die Kompakten besitzen Merlos neue Komfortkabine mit 1.010 mm Innenbreite.

Innovationsserie Multifarmer

Merlo Teleskoplader bauma Panoramic Roto

Der Multifarmer im Bauhof

Seit seiner Produkteinführung in 2001 wird die Verbindung aus Teleskop und Traktor im Markt viel diskutiert. Merlo entwickelte anhand seiner praktischen Erfahrungen aus einem Anfangsmodell eine ganze Serie. Sie bietet aktuell Maschinen mit 3,4-4 t Hubkraft und 7-9 m Hubhöhe. Die Heckzapfwelle kann auf 540 oder 1.000 U/min eingestellt werden. Der Drei-Punkt-Kraftheber ist abhängig vom Modell für 4.000 oder 7.000 kg ausgelegt. Multifarmer können am Arm – wie die meisten Merlo Teleskopen – ebenfalls eine Bühne aufnehmen. Ihre vielen Einsatzmöglichkeiten verbunden mit der Traktor-Ausstattung des Hecks machen die aus der Landwirtschaft bekannten, bis zu 170-PS-starken Maschinen speziell für Anwender aus Kommunen und dem Galabau attraktiv.

Raupenfahrzeuge und kommunale Trägergeräte

Unter der Bezeichnung Cingo kommen aus Italien Merlos Raupenfahrzeuge, die Merlo Deutschland aktuell mit Tragfähigkeiten von 400 bis 1.200 kg ausliefert. Die Maschinen für Galabau- und Kommunaleinsätze gliedern sich in Transporter, Mehrzweckgeräte und Geräteträger.

Ebenfalls für Kommunen präsentiert sich in München der Treemme Geräteträger MM 135. Er hat ein Hubwerk sowie eine mechanische Zapfwelle vorn und hinten. Sein Seitenausleger ermöglicht eine Drehung von 360 Grad.

Quelle: Merlo Deutschland GmbH

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Veröffentlicht von

Svenja Stenner

Tausende Komponenten, eine mobile Arbeitsmaschine: Über das optimale Zusammenspiel zu berichten, ist für mich immer wieder faszinierend.