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Stiftungsprofessur für Baumaschinen besetzt

Stiftungsprofessur für Baumaschinen besetzt

Nach rund zweijähriger Vakanz ist die Stiftungsprofessur für Baumaschinen am Institut für Fluidtechnik der Fakultät Maschinenwesen besetzt worden. Dr. Frank Will hat den Ruf der TU Dresden angenommen und wird am 1. Dezember 2017 seine Arbeit aufnehmen.

Er folgt auf Professor Jürgen Weber, der seit 2015 die kommissarische Leitung der Professur innehatte. Will hat an der Technischen Universität Braunschweig und der Universität Hannover Maschinenbau studiert und anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fördertechnik der Universität Hannover gearbeitet. Dort hat er zudem seine Promotion erlangt. Seit 20 Jahren ist der in Köln geborene und in Bremen aufgewachsene Will in verschiedenen mittelständischen Industrieunternehmen aus den Gebieten Fördertechnik und Baumaschinen tätig gewesen. Zuletzt war er Geschäftsführer der Cyrus GmbH Schwingtechnik in Recklinghausen.

Stiftungsprofessur Baumaschinen TU Dresden

Dr. Frank Will ist ab 1. Dezember 2017 Professor für Baumaschinentechnik an der TU Dresden (Foto: Fotostudie N. Wagner)

Für Forschung und Lehre innerhalb seiner Professur hat Frank Will sich große Ziele gesteckt. Die Professur für Baumaschinen an der TU Dresden nimmt seit vielen Jahren eine führende Stellung ein. „Diesen sehr guten Ruf möchte ich bewahren und weiterentwickeln. Durch meine langjährige Erfahrung aus der Industrie weiß ich, dass reines Fachwissen bei den Studierenden nicht mehr ausreicht. Zukünftige Diplom-Ingenieure im Maschinenbau stehen vor der Herausforderung die Interaktion von Mensch, Maschine und Arbeitsprozess als Gesamtsystem zu verstehen. Auf diesem Weg möchte ich sie unterstützen und meine Praxiserfahrung in der Lehre einbringen“, erklärt Frank Will.

Im Bereich der Forschung wird sich die Professur für Baumaschinen auch dem Megatrend Digitalisierung widmen. „Baustellen-Robotik“ könnte daher in naher Zukunft ein stärkeres Forschungsthema werden. Interdisziplinäre Forschung und intensive Kooperationen mit Industriepartnern, Verbänden sowie angrenzenden Lehrstühlen und Fachbereichen sollen auch weiterhin im Fokus stehen. „Neue Forschungsthemen ergeben sich meist aus dem Bedarf in der Gesellschaft und der Industrie. Anwendungsorientierte Forschung, so wie wir sie im Bereich der Baumaschinen betreiben, beschäftigt sich ohne Frage immer mit realen Problemen und Aufgabenstellungen. Die Herausforderung wird es sein, diesen Bedarf aufzuspüren und in konkrete Projekte zu überführen.“ Um die Stiftungsprofessur bei ihren Zielen und Vorhaben bestmöglich zu unterstützen, sind die Errichtung einer Maschinenhalle und der Ausbau eines Testgeländes geplant. Darüber hinaus kann Frank Will auf ein exzellentes Netzwerk bei Baumaschinen zurückgreifen. Es bestehen enge Kontakte zu etwa 100 Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie zu zahlreichen Hochschulen im In- und Ausland. Dank des großen Engagements der deutschen Bau- und Baustoffmaschinenindustrie konnte eine der wichtigsten Forschungs- und Lehrinstitutionen für Baumaschinen in Deutschland überhaupt fortgeführt werden.

Die Stiftungsprofessur für Baumaschinen wird zunächst für die Dauer von vier Jahren gemeinsam finanziert vom VDMA-Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen und der Forschungsvereinigung Bau- und Baustoffmaschinen e.V. Insgesamt verfügt die TU Dresden damit aktuell über elf Stiftungsprofessuren.

Die Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden ist die Gründungsfakultät der Technischen Universität Dresden. Mit ungefähr 5900 Studierenden in den Studiengängen Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik, Werkstoffwissenschaft, Mechatronik und Regenerative Energiesysteme ist sie noch heute die größte Fakultät an der Technischen Universität. Von den insgesamt 53 Professuren ist die Stiftungsprofessur für Baumaschinen die dritte Stiftungsprofessur an der Fakultät.     

Der Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) vertritt rund 330 Unternehmen, die Maschinen und Anlagen für die Bau-, Baustoff-, Keramik- und Glasindustrie herstellen. Mit rund 40000 Beschäftigen im Inland und einem Umsatz von 13,9 Milliarden Euro (2016) gehört die Branche zu den führenden Zweigen des mittelständisch geprägten deutschen Maschinen- und Anlagenbaus.

Die Forschungsvereinigung Bau- und Baustoffmaschinen e.V. (FVB) hat über 50 Mitgliedsunternehmen und Partnerhochschulen in ganz Deutschland und verfügt über ein weitverzweigtes Netzwerk in die forschende Wirtschaft und die Wissenschaft. Sie beschafft Gelder für die Gemeinschaftsforschung, mit dem Ziel das Innovationspotenzial ihrer Mitglieder zu unterstützen.

Quelle: VDMA

Veröffentlicht von

Peter Becker

Digitalisierungs- und VR-Enthusiast. Mobile Arbeitsmaschinen sind Ingenieurskunst vom Feinsten. Diese zu begleiten, ist für mich immer wieder aufs Neue spannend.

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